Friedrich Teichert

Bis er in das Amt des ersten schleswig-holsteinischen Kultusministers nach dem 2. Weltkrieg aufstieg, hatte Friedrich Teichert schon eine bemerkenswerte Karriere hinter sich.

 

Geboren als Sohn eines Eisenbahnschlossers und einer Köchin, studierte er Germanistik, Anglistik und Philosophie.

 

1912 zum Dr. phil. promoviert, war der zukünftige Lehrer im 1. Weltkrieg Soldat.

 

Sein Verhalten 1920 während des Kapp-Putsches verhinderte eine geradlinige Schulkarriere. Erst Direktorenstellen in Kappeln an der Schlei und in Plön machten ihn zu einem bekannten Pädagogen.

 

Die Nazis schoben ihn 1933 auf eine Studienratsstelle nach Kiel ab.

Im Dezember 1945 wurde er Chef des Amtes für Volksbildung in Kiel. Der nationalkonservative Teichert kam danach mit dem neuen SPD-Minister nicht zurecht.

 

Eine Honorarprofessur für Pädagogik an der Kieler Universität entschädigte ihn für die Stelle als Staatssekretär. 

Über den Autor

Eckart Teichert, geboren 1950 im Jahre des Todes seines Großvaters Friedrich Teichert.

Abitur in Hamburg-Bergedorf, Banklehre, Studium der Volkswirtschaftslehre und Geschichte in Hamburg und Tübingen. Diplom-Volkswirt und Magister Artium.

Angeregt von Prof. Dr. Gerhard Schulz, Tübingen, promoviert 1983 zum Dr. phil. über „Autarkie und Großraumwirtschaft in Deutschland 1930 – 1939“ bei Prof. Dr. Bernd-Jürgen Wendt, Hamburg. Assistentenstelle am Lehrstuhl Prof. Wendt, Lehraufträge Universität Hamburg, Hochschule der Bundeswehr und Universität Lüneburg.

1984 bis 2014 Dokumentationsjournalist (Recherche und Verifikation) beim Magazin „Der Spiegel“.

Seitdem im Ruhestand.