Print on demand - was ist das?


Üblicherweise wurden und werden Bücher in Verkaufs- und Lagerauflagen produziert, die ein Verlag für wirtschaftlich sinnvoll ansieht. Order von Buchhändlern können aus diesem Lager heraus schnell bedient werden. Zudem können Buchhändler georderte Bücher immer dann zurückgeben, wenn sie der Ansicht sind, dass sie die nicht mehr verkaufen werden.

 

Grundsätzlich steht diese Möglichkeit auch Selfpublishern zur Verfügung, scheitert aber an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen - man ist kein Verlag ...

 

Die technische Entwicklung ermöglicht heute die nachfrageorientierte Produktion von Büchern:

Print on demand

Dieses Verfahren kennt grundsätzlich keine großen Auflagen, wenngleich natürlich Vorräte angelegt werden können. Es kommt Selfpublishern entgegen, die Angebote spezieller Dienstleister in Anspruch nehmen können, um ihr Buch auf eine Plattform zu laden. Von dort aus wird es bei Bedarf gedruckt oder auch (über einen eigenen shop) vertrieben. Wir nutzen epubli, ein Unternehmen der holtzbrinck publishing group.  

 

Der traditionelle Buchhandel kann die Bücher mit dem üblichen Rabatt beziehen. Allerdings besteht keine Möglichkeit der Rückgabe mehr, da das Buch für eine konkrete Bestellung produziert wurde. Somit steigt das Risiko für den Händler, ohne dass das im materiell berücksichtigt werden kann. Da von dem eingeräumten Rabatt auch der Versand (eines einzelnen Buches) zu begleichen ist, reagieren Buchhändler zurückhaltend auf die Bewerbung solcher Bücher. Allenfalls können örtliche Händler bei einem regionalen/örtlichen Themenbezug hiervon eine Ausnahme machen - wobei die Selfpublisher einen Teil des Lagerrisikos zu tragen haben, was nicht deren primärem Interesse an diesem Vertriebsweg entspricht.

 

"Print on demand" befriedigt daher eher die Interessen des Onlinehandels - bei allerdings zusätzlichen Verandkosten, die dem Festpreis zugeschlagen werden, sowie einer verschieden langen Lieferfrist.

 

Selbstverständlich unterhalten wir Autoren ein kleines Lager unserer Bücher aus dem heraus sehr zeitnah Bestellungen abgearbeitet werden können. Zur Absicherung unseres Risikos können wir eine größere Handelsspanne ausnutzen, als der übrige Handel, müssen aber grundsätzlich den Versand gleichfalls berechnen.  

 

Gerne würden wir unsere Bücher nur über den traditionellen Buchhandel vertreiben, denn solche Geschäfte gehören in die Ortszentren. Es muss aber für alle Seiten auch wirtschaftlich vertretbar sein:

Autoren > Händler > Käufer